Wurkkos HD05

Disclaimer: Wurkkos hat mir die Lampe kostenlos zur Verfügung gestellt. Auf das Review hatte dies keinen Einfluss.


Einleitung

Die HD05 war eine Lampe, die ich seit der Ankündigung interessant fand. Die HD02 wirkte immer etwas groß und schwer auf mich, aber die HD05 mit ihren kompakteren Abmessungen und Rotlicht statt Laser sah sehr vielversprechend aus. Die SFT70.2 im kleinen OP-Reflektor versprach zusätzlich zwar kaltweißes Licht, aber mit gutem Beam und ohne Grünstich.


Spezifikationen laut Wurkkos

Es gibt aktuell nur eine Version der HD05 – grau mit schwarzen Akzenten.

Am Ende des Reviews findet ihr Produktlinkt und Rabattcode!


Packungsinhalt und Eindrücke

Die Lampe kommt in einer erstaunlich schlanken, weißen Box. Wie bei vielen Wurkkos-Lampen ist darauf ein Bild der Lampe und alle wichtigen Daten

Enthalten sind neben der Lampe samt Akku noch ein Lanyard samt zwei Ersatz-O-Ringen und ein kurzes USB-C-C-Kabel, sowie eine mehrsprachige Anleitung.

Die Lampe hat ein modernes, futuristischen Design in grau mit schwarzen Akzenten.
Fehler in der Verarbeitung muss man schon mit der Lupe suchen: 

Das Seitenlicht klappert minimal gegen den Lampenkörper, wenn man darauf tippt. Beim Schütteln der Lampe ist aber noch Ruhe, außer man investiert einiges an Energie. Und die Stahlkugel, die als Verschluss für das Seitenlicht dient, ist härter als die Anodisierung und hinterlässt Spuren. Der Verschluss funktioniert aber unverändert, das scheint also nur oberflächlich zu sein.

An der Front finden sich drei LEDs – eine kaltweiße SFT70.2, eine Deep Red LED (vermutlich eine SST10DR) und eine UV-LED mit 365nm (vermutlich Luminus SST-08-UV)- Der Reflektor für die SFT70.2 ist relativ flach und stark texturiert, die beiden anderen sind schmal und glatt.

Die Lampe ist per USB-C ladbar, der Port ist suber eingelassen, nimmt alle meine USB-C-Kabel klaglos auf und wird sauber durch einen flach abschließenden Gummistopfen verschlossen. Im Schalter befindet sich eine LED, die den Ladevorgang und -zustand anzeigt.

Der eben schon erwähnte Schalter ist eine Kombination aus Drehschalter mit 3 Stellungen, UV, Weiß und Rot und einem Druckschalter. Letzterer hat einen guten Druckpunkt und lässt sich einwandfrei bedienen.

Vorher habe ich das Seitenlicht schon erwähnt, das möchte ich jetzt noch mal genauer beleuchten. Der Flügel fügt sich im geschlossenen Zustand gut in die Lampe ein. Im offenen Zustand lässt er sich mit sanftem Druck bewegen und auch drehen! Das funktioniert richtig toll und ist richtig praktisch.

Wurkkos hat eine kurze Bedienungsanleitung unter den Flügel gedruckt – gute Idee!

Außerdem ist in der Tailcap ein Stativgewinde, so dass man die Lampe auch stabil als Tischleuchte nutzen kann.


Größe

Als Gewicht hat meine Waage 236g ermittelt.

Die Größe der Lampe habe ich mit 129x31x37mm gemessen


Trage- und Befestigungsmöglichkeiten 

Lanyard: Ein einfaches Lanyard ist enthalten und kann gut in der Lanyardöse am Heck befestigt werden.

Clip: Der Clip ist nicht ganz Deep Carry, aber schön breit, ohne scharfe Kanten und hat eine gute Auflagefläche am Gehäuse. Noch dazu ist er schön stabil.

Magnet: Hält man das Heck der Lampe in die Nähe von Metall, so dockt sie mit einem satten Klacken an. Toller, starker Magnet!

(Jacken)tasche: In der Hosentasche ist die Lampe etwas groß und schwer, aber durch den guten Clip noch ok. In der Jackentasche trägt sie sich gut und unauffällig.


UI (Bedienung)

Vorab: Wer UIs mit Stufen mag, der wird nicht glücklich werden, denn diese gibt es nicht. Es gibt nur Ramping – außer bei UV.

Den grundsätzlichen Betriebsmodus wählt man mit dem Drehschalter aus.

Lock: In allen Stellungen kann man die Lampe mit 4 clicks sperren und entsperren. Beim entsperren startet die Lampe in der gemerkten Stufe.

UV:

1 click für ein/aus
halten für Wechsel zwischen high und low.
2 oder 3 clicks schalten die Lampe ebenso ein.

Weiß:

1 click für ein/aus mit memory.
2 clicks aktivieren die höchste Leuchtstufe, egal ob ein oder aus
3 clicks für Strobe
halten von aus – niedrigste Leuchtstufe, von ein – ramping

Rot:

1 click für ein/aus mit memory.
2 clicks für die höchste Leuchtstufe, egal ob ein oder aus
3 clicks aktivieren beacon
halten von aus – niedrigste Leuchtstufe, von ein Ramping

Und dann gibts da noch den Flügel. Der startet beim Ausklappen in der zuletzt verwendeten Helligkeit und Farbtemperatur und lässt sich über den Button steuern. Solange der Flägel offen ist, steuert der Button ausschließlich diesen.

Die Ansteuerung des Flügels funktioniert magnetisch, wenn man einen Magneten an die Verschlussseite des Flügels hält, geht dieser aus.

Die Steuerung funktioniert relativ einfach:

1 click: ein/aus
halten: von aus ergibt die niedrigste Helligkeit, von ein ändert die Helligkeit via Ramping. Jedes Loslassen und neu Halten ändert die Richtung.
2 clicks: höchste Helligkeit
1 click, danach nochmal klicken und halten: Änderung der Farbtemperatur. Die Richtung ändert sich jedes Mal.


Leuchtprofil und Messungen

Der Beam besteht aus einem großen, sanft auslaufenden Spot und einem gleichmäßigem Spill, der durch den gezackten Bezel begrenzt wird.
Das Rotlicht erzeugt einen riesigen Spot mit knappen Spill. Der Beam ist etwas unruhig, aber das verliert sich nach ca. 1m.
Das UV-Licht ist ungefiltert, der Spot ist etwas unruhig, umgeben von einem dunkleren Bereich, dann kommt noch mal ein Ring. Wie bei Rot stört das im Gebrauch nicht und solange man kein gleichmäßiges UV-Licht auf nahe Distanz benötigt, wird man kein Problem haben.

Die Performance sieht gut aus, da habe ich nichts zu meckern, absolut einwandfrei geregelt. 1000 Lumen dauerhaft sind in etwa das, was man bei der Größe erwarten kann.

Auch beim Rotlicht ist die Regelung einwandfrei.

Die Reichweite der Lampe habe ich beim Einschalten mit 382m gemessen, nach 30S mit 338m. Bei einer Werksangabe von 335m würde ich sagen: Volltreffer, perfekt eingehalten.

CCTCRIDUV
Hauptlicht5800K (low) – 6000K(high)690,004
Seitenlicht2700K – 6000K95-1000,001

Die Flicker-Tests mit dem Opple Light Master III waren allesamt unauffällig.

Das Seitenlicht ist gleichmäßig und wirkt erstaunlich hell. Warmweiß und kaltweiß unterscheiden sich nicht sichtbar in der Helligkeit. Weil der Flügel so dünn ist, fand ich es interessant, wie sich die Temperaturen gekühlt und ungekühlt verhalten.
Die Performance leidet ungekühlt weniger, als ich es erwartet hatte. Dafür wird der Flügel doch recht warm, die Konstruktion scheint aber durchaus durchdacht zu sein.

Insgesamt würde ich der HD05 ein gutes Ladeverhalten unterstellen, auch wenn in der CC-Phase der Strom nicht konstant gehalten wird. Das kann temperaturbedingt sein, oder by design – so oder so sehe ich es nicht als problematisch an. Die CV-Phase und das Ende des Ladevorgangs sehen hingegen normal aus.

Auch die Akkukapazität habe ich gemessen, 5083mAh, die Spezifikationen also voll erfüllt.


Zusammenfassung

Ich habe es eigentlich gar nicht so erwartet, aber die Lampe gefällt mir richtig gut. Liegt toll in der Hand, Rot- und UV-Licht sind nette Ergänzungen und das Hauptlicht leistet sich keinen großen Patzer – mit der SFT70.2 ist sogar kaltweiß in Ordnung.

Der Flügel hat mich richtig begeistert. In Verbindung mit dem starken Magneten findet man immer einen guten Winkel, mit einem kleinen Stativ hat man ein tolles Tischlicht. Das minimale Klappern des Flügels im geschlossenen Zustand muss man provozieren, daher hat es mich nie gestört.

Das alles in Kombination mit dem großen Akku, dem integrierten Laden und den noch halbwegs kompakten Maßen macht die HD05 zu einem vielfältigen Alltagsbegleiter, meine wird gerade in Urlauben einen Stammplatz in der Tasche bekommen.

Wer Lust hat, über das Review zu diskutieren, kann das hier im Taschenlampen-Forum.

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