Sofirn SE1 Pro

Disclaimer: Sofirn hat mir die Lampe kostenlos zur Verfügung gestellt. Auf das Review hatte dies keinen Einfluss.


Einleitung

Die SE1 hat mir schon ohne Pro gefallen, sowohl in Kupfer, als auch in Alu. Leider ist meine silberne SE1 der Waschmaschine zum Opfer gefallen – ein guter Grund, einen genauen Blick auf die SE1 Pro zu werfen!


Spezifikationen laut Sofirn

Die SE1 gibt es mit und ohne Pro – hier geht es um die SE1 Pro. Diese gibt es in vielen Farben, hier stelle ich euch die Version in dark cherry vor.


Packungsinhalt und Eindrücke

Wer die SE1 Kupfer hat, wird überrascht sein, wie klein die Packung ist – trotz der großen Auswahl an Zubehör! Enthalten ist, neben der Lampe mit integriertem Akku, eine Cliphalterung in der die Lampe mit Magnet angedockt wird, ein elastisches Armband, welches mit der Halterung kombiniert werden kann, eine Kugelkette, ein Schlüsselringanhänger, ein USB-C-C-Kabel und eine Anleitung.

Wenn man die Lampe aus der Packung entnimmt, muss man sie nicht nur entsperren, sondern sollte auch die Folie vor der TIR entfernen.

Die kleine Lampe ist äußerlich unverändert zur SE1. Ein modern gestaltetes Alugehäuse mit richtig schöner Anodisierung, ohne scharfe Kanten oder sonstige Macken umgibt die neue Technik im inneren der Lampe.

Auch gleich geblieben ist die Oberseite mitsamt Schalter und leuchtendem Ring drumherum. Der Schalter hat einen guten Druckpunkt und schließt sauber mit dem umliegenden, eingelassenen matt-durchscheinenden Ring ab. Dieser hat verschiedene Funktionen, unter anderem ist er auch eine Akkustandsanzeige.

Wo früher hinter der doppel-TIR eine kaltweiße LED und eine UV-LED saßen, hat sich in der neuen Version einiges geändert. Die kaltweiße (6500K) LED ist mit einer neutralweißen (5000K) high CRI Variante ersetzt worden. Die 395nm UV LED wurde durch eine RGB-LED ersetzt. Anstatt einer UV-LED, welche durch die TIR sehr limitiert wird, hat man nun 3 wirklich funktionierende Farben – mir gefällt das gut, auch wenn ich zugeben muss, dass ich für beides keine direkte Verwendung habe.

An der Seite der Lampe sitzt noch ein USB-C-Port. Dieser ist nicht weiter durch eine Abdeckung geschützt. Nachdem die Lampe nach IPx5 geschützt ist, gehe ich nicht davon aus, dass dieser intern abgedichtet ist.


Größe

Schlanke 20g zeigt meine Waage für die Lampe an, 30x30x14mm der Messschieber.


Trage- und Befestigungsmöglichkeiten 

Lanyard: Ein richtiges Lanyard ist nicht enthalten, der Schlüsselring mit Befestigungsschlaufe dient aber auch gut als „Mini-Lanyard“, in dem man einen Finger durch den Ring steckt.

Clip und Armband: An der Lampe selbst findet sich kein Clip. Allerdings hilft hier das umfangreiche Zubehör der Lampe. Es gibt eine Plastikhalterung, in der die Lampe magnetisch angedockt werden kann – in alle 4 Richtungen ausgerichtet. Auf deren Rückseite ist ein Clip – ein richtig guter, sogar! Die Backen sind gummiert, die Spannkraft ist gut, die Öffnung auch. Das Armband kann man entweder in die Clip-Öffnung einlegen oder durch einen extra Schlitz in der Halterung einfädeln und somit etwas dauerhafter anbringen.

Magnet: In der Unterseite der Lampe, gegenüber vom Schalter, ist ein Magnet integriert. Dieser ist ausreichend kräftig, die Lampe fällt von glatten Flächen sicher nicht von selbst ab und hält selbst auf unebenen oder leicht gerundeten Flächen noch gut.

Kette: Zum Zubehör gehört auch eine Kugelkette. Mit dieser lässt sich die Lampe sehr bequem um den Hals tragen, die Länge ist gut bemessen. Die Lampe wird dabei, ähnlich einem Dog Tag, nicht von selbst abfallen, aber abreißen, bevor man sich daran verletzen könnte.

(Jacken)tasche: Wie oben schon geschrieben, die SE1 ist schon meiner Waschmaschine zum Opfer gefallen – in einer Hosentasche. Ich glaube, das spricht schon Bände darüber, wie unauffällig die kleine und leichte Lampe in jeglicher Tasche ist. Man merkt einfach, dass die Lampe genau darauf ausgelegt ist.


UI (Bedienung)

Erklärung 1C, 1H…

1C: kurzer Klick, 2C: Doppelklick, …

1H: Drücken und ohne loslassen gedrückt halten

2H: kurzer Klick, gefolgt 1H

Das UI der Lampe ist zwar umfangreich, aber nicht kompliziert. Im Gegenteil – die Grundbedienung ist über alle Lichtquellen gleich, die Auswahl der Lichtquelle eindeutig. Klar, eine kleine Lampe mit einer weißen LED, einer RGB-LED und einem Leuchtring wird nie so einfach sein, wie eine Lampe mit einfach nur einem Schalter, aber Sofirn hat das UI definitiv durchdacht und gut umgesetzt.

Zustand der LampeAktionErgebnis
aus1Can, zuletzt genutzte Leuchtstufe des weißen Lichts
aus1HRing
aus2CRGB
aus3CLampe sperren
Lampe gesperrt3Centsperren und einschalten in der zuletzt genutzten Stufe
Lampe gesperrt1HMoonlight
ein, weißes Licht1HLeuchtstufe wechseln
RGB2CRot -> Grün -> Blau -> …
RGB1HLeuchtstufe wechseln
RGB3CRot-blauer Strobe („Police-Strobe“)
Ring2CWechseln zwischen rot -> breathing -> warning flash -> rainbow -> …
ein1Caus

Folgend seht ihr alle Möglichkeiten des Rings an der Oberseite.


Leuchtprofil und Messungen

Alle Messungen wurden in meiner 30cm Ulbrichtkugel durchgeführt. Die Temperatur lag dabei zwischen 24 und 28°C. Außerdem wurde noch ein Opple Light Master III und ein TASi TA636B Luxmeter verwendet. Bitte beachtet, dass es sich um Hobbyequipment handelt, Ungenauigkeiten und Abweichungen sind also möglich!

Output und Lichtbild

Die Lampe fühlt sich im Nahfeld bis 5m vor den Füßen definitiv am wohlsten. Klar, sie leuchtet weiter, aber es ist eine kleine Lampe mit begrenzter Reichweite. Dafür gefällt mir das Lichtbild mir einem klaren Spot, der gut zum Spill abgegrenzt ist, sehr gut. Klar, minimale Artefakte sieht man an der weißen Wand aus kurzer Entfernung, aber die muss man schon wirklich suchen.

Die Farben zeigen sich interessant. Die mehrfarbige LED, in Kombination mit der kleinen TIR, funktioniert zwar und ergibt halbwegs saubere Ausleuchtung, allerdings mit einer kleinen Spezialität. Hält man die Lampe mit Schalter nach oben, so leuchtet blau sichtbar nach oben, grün nach rechts unten und rot nach links unten. Problem ist das keines, man kann ja die Lampe leicht neigen, ich fand es nur erwähnenswert.

Die Farben kann ich nicht in ihrer Helligkeit messen, daher findet ihr im folgenden Diagramm die Laufzeiten – diese stehen nicht im Verhältnis zueinander, es geht rein um die Kurven.

Beim weißen Licht gibt es natürlich die Messwerte vollständig. Kleine Lampe, kleiner Akku – auch wenn die Lampe außen aus Alu ist, dürfte das LED-Board nicht all zu viel Kontakt zum Lampenkörper haben und der kleine Akku tut sein übriges. Dauerhaft sind ungefähr 60 Lumen möglich, für so eine kleine Lampe mehr als ausreichend. Die höchste Leuchtstufe gibt einen kurzen Boost, der dann die Laufzeit auch entsprechend verkürzt.

ModusMax. in 1. MinuteLumen bei 30sMax. TemperaturLaufzeit
Sofirn SE1 Pro high299 lm266 lm37.0 °C59 min
Sofirn SE1 Pro medium64 lm63 lm–1h 13min
Sofirn SE1 Pro low9 lm9 lm–6h 33min

Ich habe die Lampe mit 1394cd und somit einer Reichweite von 75m gemessen.

CCT, CRI, DUV, PWM

LowTurbo
CCT53005400
CRI100 (laut LMIII – sehr wahrscheinlich eher 95)95
DUV0,0090,000

Flicker ist im grünen Bereich, PWM konnte ich weder mit dem Auge noch mit der Kamera erkennen.

Alle Messwerte findet ihr hier

Beamshots

Für die Beamshots habe ich die Lampen gewählt, die auch oben im Vergleich zu sehen sind – die TS10 habe ich außen vor gelassen, da diese bezüglich Helligkeit in einer anderen Liga spielt. Die Fotos wurden aus ca. 1m Entfernung mit identischen Kameraeinstellungen aufgenommen.

Akkus und Aufladung

Die Ladekurve ist einwandfrei, sie zeigt ein Standard-CC-CV-Verfahren. Allerdings schaltet die Akkuanzeige auf grün, bevor der Ladevorgang vollständig abgeschlossen ist. Das ist nicht schlimm und schont den Akku eher, viel Kapazität bleibt auch nicht auf der Strecke. Das Umschalten des Rings kann man bei genauem Hinsehen sogar im Diagramm ausmachen, dort gibt es einen kleinen Buckel. Ich habe die Stelle gekennzeichnet. Die Kapazität des Akkus liegt bei voller Ladung bei (errechneten) ~145mAh, die Kapazitätsangabe passt also auch.


Zusammenfassung

Mein größter Kritikpunkt an der SE1 war das 395nm-UV-Licht. Dieses hat Sofirn ersetzt und gibt einem nun die Auswahl aus drei Farben. Aber selbst, wenn man die RGB-Funktion nicht braucht bekommt man mit der SE1 Pro ein gutes Upgrade – die 5000K high CRI LED gefällt mir deutlich besser als die kaltweiße low CRI-Variante.

Davon abgesehen bleiben alle Highlights, die es auch bisher schon gab – vor allem das umfangreiche Zubehörpaket und das durchdachte Bedienkonzept. Auch ein unauffälliger Begleiter in jeder Art Tasche bleibt die Lampe. Setzt man das dann noch ins Verhältnis zum niedrigen Preis, gibt es für mich nichts zu meckern. Im Gegenteil, die Pro-Version ist ein tolles Upgrade und bekommt meine volle Empfehlung!

Mit den vielen verfügbaren Farben sollte für jeden und jede etwas dabei sein. Bei mir darf die Lampe oft in der 5. Jeanstasche dabei sein, von Büro bis Hunderunde. Überall macht sie dabei eine gute Figur! Sogar als Multipack gibt es die Lampe – schaut bei Sofirn vorbei, wenn ihr die volle Auswahl sehen wollt!

Entdecke mehr von DaHamstah

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen