Disclaimer: Wuben hat mir die Lampe kostenlos zur Verfügung gestellt. Auf das Review hatte dies keinen Einfluss.
Alle Messungen wurden mit Hobbyequipment durchgeführt, Ungenauigkeiten und Abweichungen sind dementsprechend möglich.
Einleitung
Als Wuben mir die E8 angeboten hat, habe ich kurz überlegt, ob die für ein Review überhaupt interessant ist. Helligkeitsrekorde stellt sie nicht auf, klein ist sie für eine 14500 auch nicht. Aber das Design hat schon was und die Seitenlichter sind definitiv eine Besonderheit!
Spezifikationen laut Wuben

Abgesehen von der hier vorgestellten Aluversion gibt es noch eine edle Titanversion. Außerdem gibt es noch unterschiedliche Seitenplatten und Zubehör.
Alles findet ihr direkt auf der Website von Wuben.
Packungsinhalt und Eindrücke

Die Lampe kommt in der typischen weiß-blauen Wuben-Schachtel mit einer Abbildung der Lampe und allen wichtigen Details darauf. Darin versteckt sich eine weitere, weiße Schachtel, die man aufklappen kann.

In dieser ruht die Lampe in einem Papp-Tray, geschützt von einem Plastikbeutel. Daneben liegt noch das Zubehör, sauber aufgeräumt in einer weiteren Pappschachtel. Enthalten sind ein Lanyard, ein kurzes USB-C-C-Kabel, eine mehrsprachige Anleitung, sowie zwei Ersatz-O-Ringe und 6 Ersatzmagneten für die Seitenteile.


Die Lampe ist definitiv ungewöhnlich. Hexagonal, 3 Seiten sind etwas länger, 3 etwas kürzer. Die Anodisierung ist einwandfrei ausgeführt, die spärliche Beschriftung scharf gelasert.
Insgesamt passt die Lampe gut ins futuristische Wuben-Design, wenn auch mit deutlich klassischeren Anleihen als die X-Serie. Verstecken muss sich das Design keinesfalls, die Lampe fällt auf!

Der Schalter ist schön gemacht und kann mit einem Fidget Spinner oder D-Ring ausgestattet werden.
Er könnte gefühlt einen etwas definierteren Druckpunkt haben, er hat etwas viel Leerweg. Beim Benutzen der Lampe hatte ich aber keine Probleme. Dazu kommt, dass der Schalter sich sehr wertig anfühlt, er scheint aus Metall zu sein.
An der Front werkeln zwei Luminus SST-36F und eine UV-LED hinter einer violett vergüteten Scheibe.


Am Körper der Lampe finden sich drei LED-Leisten hinter austauschbaren Abdeckungen. Diese machen ein angenehmes, breit gestreutes Licht.
Die Lampe selbst hat weder Ladeport noch Akkuanzeige, aber der Akku ist über USB-C aufladbar.

Richtig cool finde ich die Tailcap, die echt ungewöhnlich ist. Eingeschraubt ist sie fast nicht als solche zu identifizieren – herausgeschraubt wird dann ein Schuh draus.

Der Lockout funktioniert damit erstaunlich gut, auch einhändig. Aber man muss die Kappe sauber einschrauben. Wenn sie nicht ganz fest sitzt, dann geht die Lampe nicht an.
Größe

Die Lampe bringt 87g auf die Waage.
Die Maße der Lampe sind nach meinen Messungen 25,3mm an der dicksten Stelle im „Durchmesser“ bei einer Länge von 96mm.
Trage- und Befestigungsmöglichkeiten
Lanyard: Ein Lanyard ist enthalten. Dieses wirkt wertig, kann allerdings nur am Clip befestigt werden.

Clip: Der Clip ist hübsch gemacht und passt gut zur Lampe, ist aber eher steif. Dickere Stoffe mag er nicht so gerne, mit dünnen funktioniert er einwandfrei. Befestigt ist er mit zwei Schrauben. Einen passenden Mini-Innensechskant vorausgesetzt, lässt er sich also auch entfernen.

Magnet: Magnete gibt es nur zu Befestigung der Seitenpanels, nicht um die Lampe selbst irgendwo zu befestigen.
(Jacken)tasche: Die Lampe ist nicht die dünnste, in einer engen Hose wird man sie wahrnehmen. Solange die Hose aber kein skinny fit ist, trägt sich die Lampe unauffällig. In einer Jackentasche wird man sie höchstwahrscheinlich nicht mal wahrnehmen.
UI (Bedienung)

Das UI ist simpel wird vollständig über den Reverse Clicky der Lampe gesteuert.
- Durchdrücken bis es klickt schaltet die Lampe ein.
- Bei eingeschalteter Lampe wechselt man die Leuchtstufe durch halbes durchdrücken.
- 4 schnelle halbe Klicks wechseln die Lichtquelle.
Für das Frontlicht gibt es low, medium und high.
Für das Seitenlicht low, high und blinken.
UV hat nur einen Modus.
Leuchtprofil und Messungen
Alle Messungen wurden in meiner 30cm Ulbrichtkugel durchgeführt. Achtung, die Starttemperatur bei der High-Messung lag bei 27° C. Außerdem wurde noch ein Opple Light Master III und ein TASi TA636B Luxmeter verwendet. Bitte beachtet, dass es sich um Hobbyequipment handelt, Ungenauigkeiten und Abweichungen sind also möglich!
Output und Lichtbild
Das Lichtbild der Lampe ist ziemlich flutig. Artefakte gibt es keine, der Beam ist eine gute Mischung aus sehr weitem Spot und weich auslaufendem Spill.
Das Lichtbild des UV-Lichtes ist ähnlich dem des weißen Lichts. Es ist kräftig, emittiert aber vergleichsweise viel sichtbares Licht. Das kommt auch daher, dass die beiden Haupt-LED sichtbar mit angeregt werden. Im Spot des UV-Lichts wird das sogar sichtbar, dort mischt sich das weiße Licht mit ein und führt zu einer sehr interessanten, orangenen Tönung.
Die Seitenlichter geben ein gleichmäßiges, angenehmes Licht ab. Leider habe ich keine Möglichkeit dessen Output zu messen, ich halte die angegeben Werte aber für ungefähr realistisch. Ein Laufzeitdiagramm gibt es dafür aber!

Alle gemessenen Stufen folgen der selben Kurve. Diese fällt linear ab – bei einer kleinen Lampe mit beschränktem Platz auf dem Treiber und 3 Lichtquellen nicht verwunderlich.
Die Batteriewarnung ab 50% sieht man sehr deutlich im Diagramm.


| Werksangabe / Messung | low | med | high |
| max. output | 10 / 17 | 150 / 156 | 1300 / 1360 |
Die Reichweite habe ich auf 2m gemessen und dann umgerechnet – 120m und somit leicht über der Werksangabe konnte ich ermitteln. Die Stärke der Lampe ist aber definitiv der Nahbereich bis ca. 30m.
CCT, CRI, DUV, PWM
| Seitenlichter | Frontlicht | |
| CCT | 4400K | 4800K |
| CRI | 67 | 70 |
| DUV | 0,016 (ja, wirklich) | 0,003 |
Die Haupt-LEDs machen Ihren Job sehr angenehm. Die Seitenlichter sind mit den gelben Abdeckungen als Stimmungslicht oder um etwas zu markieren gut, ohne die Abdeckungen stark gelblich-grün. Mich hat das nicht gestört, da ich die Lampe ausschließlich mit den gelben Abdeckungen verwendet habe. Mit den bunten Abdeckungen sollte das auch nicht weiter auffallen, wie es mit den klaren Aussieht, kann ich nicht sagen.
Flicker ist im grünen Bereich. Ein Blick auf die Rohdaten zeigt hinweise auf PWM.
Dieses war über alle Stufen mit der Kamera erkennbar, allerdings nur in geringem Ausmaß. Mit bloßem Auge konnte ich es nie wahrnehmen, auch bei schnellen Bewegungen nicht – ich würde es als in keinem Fall störend bezeichnen.


Beamshots


Akkus und Aufladung
Der Akku hat beim Kapazitätstest meines Vapcell S4+ 999mAh erreicht – bei 920mAh Angabe!
Die Ladekurve sieht insgesamt ziemlich gut aus, der kleine „Verschlucker“ am Anfang ist für eine Zelle mit integrierter Lademöglichkeit voll in Ordnung. Der Rest der CC- und die CV-Phase sind dafür wunderbar.

Zusammenfassung
Die E8 ist definitiv etwas besonderes. Die SST-36F machen einen erstaunlich guten Job. Low CRI, aber neutralweiß mit neutralem Tint. Dazu ein UV-Licht, zwar ohne Filter, dafür aber kräftig.
Die Seitenlichter mit austauschbaren Panels sind mal etwas Neues. Als Stimmungslicht, Signallicht oder auch einfach um einen kleinen Tisch angenehm zu beleuchten funktioniert das richtig gut.
Klar, konzeptbedingt ist das keine Hardcore-Outdoor-Lampe. Eine tolle EDC-Lampe mit vielfältigen Funktionen und einem einfachen UI aber auf jeden Fall – und gerade die Spielkinder unter den Lampenfreunden könnten mit der Lampe sehr glücklich werden!
In meine Hosentasche verirrt sich die Lampe regelmäßig und hat einen festen Platz im Zirkel meiner Lieblings-EDC bekommen.

